Der Wagen wurde 1909 als letzter einer Serie von zehn Wagen von der Schweizerischen Industrie Gesellschaft SIG in Neuhausen an die Bernina-Bahn geliefert. Er besass je ein Abteil der zweiten und der dritten Klassen mit insgesamt 48 Sitzplätzen.

1943 wurde die Bernina-Bahn von der Rhätischen Bahn übernommen. Mit der Übernahme wurde das Fahrzeug zum reinen Drittklasswagen deklassiert und erhielt die Bezeichnung B2 2087.
1974 wurde er zum Materialwagen SF umgebaut und verkehrte fortan unter der Betriebsnummer Xk 9086.

1996 brauchte man ihn bei der Rhätischen Bahn nicht mehr. Die «Ferrovia Mesolcinese» übernahm den Wagen für Touristikzüge.
2003 holte die Rhätische Bahn den Wagen von der Ferrovia Mesolcinese wieder zurück und stellte ihn dem «Club 1889» für eine Revision zur Verfügung. Heute heisst der Wagen wieder so, wie er 1909 abgeliefert wurde: BC 110.

Gemeinsam mit der Rhätischen Bahn beteiligten wir uns an der «Bahnexpo '03» im Verkehrshaus der Schweiz VHS. Mit den beiden Personenwagen der ehemaligen Bernina-Bahn - dem C 114 «La Bucunada» und dem damals noch nicht revidierten BC 110 - reisten wir für drei Wochen nach Luzern. Dort demonstrierten wir am BC 110, wie eine Fahrzeugrenovation durchgeführt wird. In den folgenden vier Jahren war der «Club 1889» mit der Fertigstellung dieses Wagens beschäftigt.

Der Wagen ist eine Ergänzung zum bestehenden Personenwagen C 114 «La Bucunada» und bildet mit den beiden Triebwagen TW I ABe 4/4 Nr. 30 und Nr. 34 eine schöne historische Bernina-Komposition.

Künftig werden die Wagen natürlich auch mit dem «Bernina-Krokodil» verkehren können.

Beide Wagen sind auf der Bernina-Linie und auf dem Stammnetz der Rhätischen Bahn einsetzbar, da die Heizung sowohl mit Gleich- als auch mit Wechselstromspeisung funktioniert.

Der Wagen verkehrt entsprechend dem Ablieferungszustand von 1909: Die Beschriftung auf dem gelben Anstrich ist nach der Vorlage des Werksbildes ausgeführt.
Die 3. Klasse zieren Holzbänke und die 2. Klasse Korbsessel, welche nach alten Photos rekonstruiert wurden. Technische Zeichnungen sind keine mehr vorhanden.
Die gusseisernen Hutablagen mit ihren Verschnürungen wurden ebenfalls anhand von Bildern rekonstruiert.

Der Wagenkasten des BC 110 hat analog zum C 114 und den beiden Triebwagen TW I Nr. 30 und Nr. 34 die gelbe Farbe erhalten.
Die Beschriftung differiert etwas zum Schwesterfahrzeug C 114: Anstelle von «Berninabahn» ist nur die Abkürzung «BB» zu erkennen - eine Differenz, die den unterschiedlichen Gepflogenheiten der jeweiligen Fahrzeugbaujahre entspricht.
Die schwarz und rot aufgemalten Zierstreifen lassen das Fahrzeug eleganter erscheinen. Sämtliche Abdeckleisten sind schwarz.

Der Rahmen mit den Achsen ist wie bei allen anderen historischen Fahrzeuge der RhB schwarz gestrichen. Das Dach hat die graue Farbe von Sarnafiel und die äusseren Dachlüfter sind silberfarbig.
Ein Merkmal durfte auf keinen Fall fehlen: Die messingfarbenen Querstangen an den Fenster.

Die Decke des Wagens hat eine weisse Haustonfarbe erhalten. Dazu passen die aus Messing gefertigten schönen Lüfter und Innenlampen mit ihren Ringen und den speziell angefertigten Schutzgläser sehr gut.
Die Innenwände aus Eichenholz und Föhrentäfer sowie alle Sitzgelegenheiten beider Klassen wurden mit Klarsichtlack als Schutz gegen Feuchtigkeit und Schmutz gestrichen.
Die blechernen Heizkörperabdeckungen in der 2. Klasse sind schwarz, die der 3. Klasse braun bemalt. Die Hutablagen haben den gleichen braunen Anstrich wie die Heizkörperabdeckungen in der 3. Klasse.
Die Korbsessel in der 2. Klasse erhielten rote Kissen und rot überzogene Kopfstützen.

Damit ein Budget für die Revision erstellt werden konnte, begaben wir uns im Jahre 2003 nach Castione, um uns den Wagen genauer anzusehen, welcher zu dieser Zeit bei der «Ferrovia Mesolcinese» noch im Betrieb war. Dadurch war es natürlich auch nicht möglich, Abdeckungen zu entfernen und versteckte Mängel zu sichten, was der Genauigkeit des Kostenvoranschlages natürlich nicht zuträglich war. Trotzdem inspizierten wir den Wagen gründlich von oben bis unten:
Von aussen gesehen sah das Dach relativ gut aus. Von innen konnten wir aus erwähnten Gründen nichts beurteilen, da die Täferdecke mit Pavatexplatten abgedeckt war.
An den teilweise verfaulten hölzernen Querstreben der Fenstern erkannten wir die Spuren von Wasser und Feuchtigkeit. Die Inneneinrichtung war unbrauchbar und hatte einer vollständig rekonstruierten Neukonstruktion zu weichen.
Heizung war keine mehr vorhanden. Auch diese muss neu ein geplant werden.
Der Rahmen war gestaucht und wollte gerichtet werden.
Geländer und Plattformen waren in Ordnung, ebenso die Achsen und die Bremseinrichtung.

Im August 2003 wurde der Wagen nach Landquart transportiert, wo die Achsen überdreht und mit Ultraschall geprüft wurden. Im Oktober - nach der Überführung in die Betriebswerkstätte von Samedan - konnte endlich die Pavatexplatten an der Decke entfernt werden. Leider mussten wir feststellen, dass Feuchtigkeit ebenfalls ihr Werk verrichtete und das ganze Täfer inklusive der Dachquerspannten ersatzbedürftig war.

Nach der Rückkehr des Wagens von der «Expo '03» im Verkehrshaus der Schweiz VHS in Luzern, wurde die begonnene Revision fortgesetzt: Um den Zimmermännern die Arbeit zu erleichtern, wurde der Kasten vom Rahmen abgehoben und auf einem Holzgestell gelagert. Dieses wurde so aufgebaut, dass der Rahmen jederzeit unten eingeschoben werden konnte.

In der Abstellhalle der Betriebswerkstätte Samedan erhielten wir von der Rhätischen Bahn ein Gleisfeld, wo wir die Revision des Wagens durchführen konnten. Wenn wir die Hebeböcke und den 10 Tonnen Kran benötigen, erlaubte uns die Leitung der Betriebswerkstätte auch das Arbeiten in den offiziellen Werkstatträumlichkeiten. Wir sind natürlich sehr froh über das Entgegenkommen seitens der RhB und möchten uns dafür ganz herzlich bedanken.

Am Rahmen wurden zuerst sämtliche Bremsteile entfernt. Dann bauten wir die Zug- und Stossvorrichtung, die Blattfedern und schliesslich die Achsen aus. Sogar die Fabrikschilder wurden entfernt. Am demontierten und gereinigten Rahmen stellten wir fest, dass die Kastenabstützung krumm und Verstrebungen im Rahmeninnern verbogen und gerissen waren. Dies als Folge eines Aufpralls.

Zuerst richteten wir die Kastenabstützung. Danach wurden die gerissenen inneren Verstrebungen durch Neuanfertigungen ersetzt. Rostfrass wurde aufgeschweisst und anschliessen mittels Schleifen ausegalisiert.

Als der Rahmen soweit vorbereitet war und die mühsame Arbeit der Farbentfernung begann, war unser Mitglied Walter Lips zur Stelle. Er liess seine Beziehungen zur Firma Josef Meyer AG wallten und brachte uns die frohe Botschaft eines neuen Sponsoren: Das in Rheinfelden im Kanton Argau beheimatete Unternehmen offerierte uns das Sandstrahlen und die Lackierung des Rahmens. Die Bilder zeigen die wertvolle Arbeit, die uns so abgenommen wurde.

In der Zeit als der Rahmen auswärts sandgestrahlt wurde wurde, konnten wir uns den Kleinteilen widmen.

Nach der Rückkehr des fertig lackierten Rahmens konnten die Zug- und Stossvorrichtung, der Bremszylinder und dessen der Vakuum-Sonderbehälter bereits wieder am Rahmen montiert werden. Das Anbringen des Batteriekastens und des Heiztrafos erforderte spezielle Befestigungseinrichtungen.

Nach dem das Geländer gerichtet wurde, schweissten wir neue Griffstangen bei den Übergängen an. Zusätzliche Befestigungsplatten ermöglichten das Anbringen der Heizkabel und deren Steckdosen für die Stammnetz-Heizung.

Die Tritt- und die Plattformbretter mussten alle ersetzt werden, da sie zum Teil gerissen oder verfault waren. Die Ersatzplanken erhielten zum Schutz der Kanten Metallwinkel und wurden mit einem Schutzlack behandelt.

Die Eckwinkel mussten alle vier neu angefertigt werden. Als wir den Wagen übernahmen waren die Eckwinkel nicht mehr vorhanden. Die Eckwinkel des C 114 «La Bucunada» standen Pate für die Neuanfertigung.

Damit die Sicherheit beim überqueren von einem Wagen zum anderen gewährleistet ist, stellten wir Metalltüren her, die auch optisch zum Wagen passen.

Die Achsen wurden bei der Rhätischen Bahn nach den heutigen Normen überdreht und mit Hilfe von Ultraschall geprüft. Die Radsterne und Achswellen mussten noch schwarz bemalt werden.
Schmierpolster, deren Öldochte fehlten, wurden ersetzt oder repariert.
Nun mussten die Achslager die in einem guten Zustand waren neu geschabt und angepasst werden. Die Staubringe wurden alle ersetzt und durch neue ersetzt. So war alles bereit für den Zusammenbau.

Die Gleitplatten der Achslagerführungen waren in einem so schlechten Zustand, dass wir neue anfertigen lassen mussten. Diese Arbeit wurde von der Betriebswerkstätte Poschiavo ausgeführt. Die Achslagerführungen wurden an den Rahmen geschraubt und waren nun bereit zum so genannten «Einachsen» - dem Einbau der Achsen in den Fahrwerksrahmen.

Zuerst montierten wir die von der RhB-Hauptwerkstätte in Landquart revidierten und geprüften Blattfedern. Aufgrund der Gewichtsverlagerung verfügen die Blattfedern unter dem Abteil der 3. Klasse über ein Blatt mehr als diejenigen der 2. Klasse.
Zum Einachsen wurde der Rahmen mit Hilfe eines Krans und Hebeböcken auf die Achsen und deren Achslagerkisten heruntergelassen. Die Sicherungsbügel an den Achslagerführungen konnten wir anschliessend noch nicht montieren, da der Wagen noch über viel zu wenig Eigengewicht verfügte.

Der Bremszylinder wurde komplett zerlegt. Die Rillen in der Zylinderbohrung waren noch rau genug, um den Rollring - das Dichtelement zwischen Zylinder und Bremskolben - richtig zu führen. Das Innere des Zylinders und der Kolben-Aussendurchmesser wurde mit einer Stahlbürste gereinigt und mit Nitroverdünner ausgewaschen. Der Rollring und der Gummidichtungsring als Verschleissteile wurde ersetzt. Nach diesem Arbeiten konnten alle Teile wieder zusammengebaut und der Zylinderblock aussen gestrichen werden.
Der Vakuum-Sonderbehälter wurde gereinigt und frisch gestrichen.
Auch die Vakuumleitungen wurden komplett demontiert, kontrolliert und gestrichen - das Schnellbremsventil zerlegt, gereinigt und die Gummimembrane ersetzt. Die Rohre an den Stirnseiten erhielten neue Schläuche, da die alten brüchig waren.

Alle Teile der Bremse wurden demontiert und kontrolliert. Alle abgenützten Bolzen wurden ersetzt und ausgeschlagene Bohrungen an den Platten mit Connex-Hülsen ausgebüchst.

Nach der Rückkehr des Wagens von der «Expo ' 03» im Verkehrshaus der Schweiz VHS in Luzern demontierten wir die Aussenbleche und stellten fest, dass das ganze hölzerne Dach sowie die Querstreben unter den Fenstern komplett verfault war und ersetzt werden musste. Da die Denkmalpflege uns finanziell unterstützt, wurde trotzdem auf die Originalsubstanz geachtet: Darum sieht man auch verschiedene Flickarbeiten an den Seiten- und Stirnwänden.

Die Feuchtigkeit löste den Leim der Dachspanten und die Täferplatten faulten und wurden deshalb bereits teilweise ersetzt: So wurde das Dach komplett erneuert. Auch die Längsträger mussten bei den Plattformen ausgeschnitten und durch neue Balkenstücke ersetzt werden.
Für die Dachspanten wurde eine Lehre gebaut: In Luzern demonstrierten wir, wie die neuen Dachspanten hergestellt werden. Die Täferbretter fertigten wir auf die richtige, individuelle Breite. Vor der Montage erhielten sie eine Grundierung und einen beigen Anstrich. Letzterer erhielt nach der Montage mit einer Spritzpistole den «letzten Schliff».

Die Bleche waren alle in einem guten Zustand und konnten, bis auf die Stirnwand der 2. Klasse, wieder verwendet werden. Die Front der 2. Klasse wurde dem Zustand von 1909 entsprechend wieder versetzt ausgeführt.
Alle Bleche wurden von der alten Farbe befreit und mit einer Grundierfarbe neu lackiert. Der gelbe Schlussanstrich trugen die Mitarbeiter der Betriebswerkstätte Poschiavo auf. Zum Schluss montierten wir die schwarzen Abdeckleisten.

Bei der Bernina-Bahn verkehrte ein typengleicher Wagen, welcher mit Korbsessel ausgerüstet war. Deshalb keimte die Idee, die 2. Klasse mit Rattan-Sesseln zu bestücken: Bernard Verdet aus Guarda nahm sich der Herstellung an und vollbrachte eine wunderschöne Arbeit.

Die Holzbänke der 3. Klasse stellte die Zimmerei Schmid in Filisur her. Die Bankfüsse sind aus Eichenholz und die Leisten aus Esche.

Die noch vorhandene, moderne Ausrüstung hatte einer originalgetreuen Nachbildung der ursprünglichen Gepäckträger zu weichen: Zuerst mussten für alle Gussteile Urmodelle hergestellt werden, welche von der Giesserei als Vorlagen für die Herstellung der Formen diente.

Die Gussteile sind mit Löchern für die Aufnahmen der Querstangen versehen. An den Querstangen sind die Netze befestigt. Seitlich der Gepäckträger wurden halbrunde Flacheisen angebracht, damit das Gepäck während der Fahrt nicht herunterfallen kann.
Die vertikalen Trägerstangen sind mit Hilfe von Gewinden so verstellbar, dass sie in der Höhe zwischen den Sitzen und der Decke eingepasst werden konnten.
Die Gepäckträger erhielten einen Rehbraunen Anstrich.

Die alten, teilweise gerissenen und beschädigten Täferbretter wurden alle ersetzt. Die neuen sind aus Douglas-Holz, welche an den Stirnseiten im oberen Teil stehend und im unteren Teil liegend eingebaut wurden. Um die Täferbretter wurde mit Profilleisten aus Eichenholz ein schöner Rahmen gebildet.

Nach dem Entfernen der alten Farbe wurden die Fensterrahmen repariert und schliesslich frisch gestrichen. Als Wandverkleidung zwischen den Fenstern dienen lackierte Eichenbretter.

Die Fensterstangen aus Messing verleihen dem Fahrzeug einen ganz speziellen Charakter: Sie wurden ursprünglich aus Sicherheitsgründen angebracht - damals war Fensterglas noch nicht bruchsicher!

An den Sonnenstoren mussten alle Stoffe und Lederteile ersetzt werden. Die Führungsstangen und Rollen aus Messing wurden poliert und lackiert. Der neue Stoff ist beige und wird durch eingewobene Schweizerkreuze verziert.

Die inneren Dachlüfter wurden gemäss einem Muster aus dem C 114 von der Firma Ott in Affeltrangen aus Messing neu angefertigt. Die verschiedenen Teile lötete der «Club 1889» zusammen und polierte und lackierte sie.

Da die Decke rund ist, mussten für die inneren Lüfter Holzkonsolen zur Befestigung hergestellt werden.

Die äusseren Dachlüfter waren nach einer gründlichen Reinigung und einem Neuanstrich wieder einsatzfähig.

Da die Berninalinie mit 1'000 Volt Gleichstrom und das Stammnetz mit 11'000 Volt Wechselstrom betrieben werden, mussten wir einen Transformator einbauen, damit wir im Wageninneren für beide Stromarten die gleichen Heizelemente gebrauchen können. Zwei Arten von Steckdosen - am Wagendach die Bernina-Steckdosen und am Plattformgeländer diejenigen für das Stammnetz - ermöglichen das verbinden mit allen möglichen Wagensystemen der Rhätischen Bahn.

Unter einer Bank im Abteil der 3. Klasse befindet sich ein Schaltkasten mit :Schaltern: Dort kann die Heizleistung um die Hälfte reduziert und der Heizmodus für die Bernina-Strecke oder das Stammnetz gewählt werden.

In der 3. Klasse haben wir die Heizelemente entlang der Seitenwand eingebaut und mit Abdeckblechen zugedeckt. In der 2. Klasse befinden sich die Heizelemente in festen Gehäusen unter den Korbsesseln. Die Heizkörper der 2. Klasse mussten verlängert werden, weil die neuen Heizelemente länger sind.

Acht Lampen beleuchten das Wageninnere, zudem befindet sich je eine weitere auf jeder Plattform.
Für die Befestigung der Lampen wurden grosse Lampensockel angefertigt und spezielle Messingringe angefertigt, welche die Lampengläser halten. Die Lampengläser, welche eine Schutzfunktion für die Glühlampen übernehmen, stellte die «Glasi Hergiswil» nach unseren Wünschen her.

Früher wurde die Beleuchtung direkt vom Fahrdraht mit 1000 Volt Gleichspannung eingespeist - heute verwenden wir dafür die 24-Volt-Batteriespannung. Die beiden in Serie geschalteten 12-Volt-Batterien werden in zwei Batteriekästen am Unterboden des Fahrzeuges mitgeführt.

Damit die Batterien während der Fahrt geladen werden, wurde unter dem Wagenboden ein 24-Volt-Alternator montiert welcher mit Hilfe eines Keilriemengetriebes von einer Wagenachse angetrieben wird. Ein Regler verhindert das Überladen der Batterie.

Bei der Gruppe Samedan ist es üblich, nach der Montage des Wagenkastens auf dem Fahrwerksrahmen ein so genanntes Aufrichtefest durchzuführen. Alle Spender, die mehr als 1'000 Franken zu Gunsten des Projektes finanzierten und Vereinsmitglieder, die bis dato mehr als 20 Stunden aktiv am Projekt mitgearbeitet haben, werden eingeladen. So erhalten die Sponsoren einen Einblick in die Tätigkeiten des «Club 1889» und wissen ihre Investitionen sinngerecht investiert. Gleichzeitig können die Mitglieder die Sponsoren kennen lernen und allfällige Fragen beantworten.

Am 17. März 2007 absolvierte der Wagen seine Probefahrt von Samedan nach Scuol und zurück. Unterwegs wurden die Temperaturentwicklung der Achslager kontrolliert und auf den Lauf des Wagens geachtet. Gleichzeitig erprobten wir auch die Heizung, die Beleuchtung und die Batterieladung mit dem Alternator.
Der Wagen erfüllte alle Anforderungen - so blieben uns noch zwei Wochen Zeit für die Detailarbeiten, die noch ausgeführt werden mussten, bis der Wagen am 31. März 2007 endgültig dem Betrieb übergeben wurde.

Mit zwei Nostalgiezügen reisten die Mitglieder des «Club 1889» am 31. März 2007 nach Poschiavo, wo sie der Einweihung des BC 110 und der anschliessenden Generalversammlung des Vereins beiwohnten.

Material / Aufwand Budget Kosten Differenz
Holzkonstruktionen CHF 7'000.-- CHF 8'826.25 CHF - 1'886.25
Inneneinrichtung CHF 76'992.-- CHF 107'296.15 CHF - 30'304.15
Beleuchtung CHF 2'900.-- CHF 4'291.20 CHF - 1'391.20
Heizung CHF 16'500.-- CHF 12'458.-- CHF 4'042.--
Farben und Lacke CHF 22'000.-- CHF 5'522.10 CHF 16'477.90
Plattformen CHF 500.-- CHF 861.35 CHF - 361.35
Aussenwände CHF 1'500.-- CHF 1571.-- CHF - 71.--
Dach CHF 2'000.-- CHF 0.-- CHF 2'000.--
Fahrwerksrahmen CHF 10'000.-- CHF 2'094.45 CHF 7'905.55
Verbindungselemente CHF 500.-- CHF 749.05 CHF - 249.05
Verbrauchsmaterial CHF 500.-- CHF 246.70 CHF 253.30



Total: CHF 140'392.-- CHF 143'976.25 CHF - 3'584.25
Material CHF 143'976.25
5'600 Arbeitsstunden zu CHF 50.-- CHF 280'000.--

Total: CHF 423'976.25